Allgemeine Informationen
Radon dringt auf zahlreichen Wegen ins Gebäude ein. Dies kann schließlich zu
solch hohen Radonkonzentrationen im Gebäude führen, dass eine Sanierung gewünscht wird bzw. empfehlenswert
ist.
Ziel einer Radonsanierung ist es, die Radonaktivitätskonzentration in der Raumluft dauerhaft zu senken.
Aufgrund der vielfältigen Bauausführungen von Häusern können keine generellen Sanierungsempfehlungen gegeben
werden; es ist stets eine Einzelfallentscheidung zu treffen! Dabei ist die zeitliche und
wirtschaftliche Verhältnismäßigkeit der Vorgehensweise zu beachten. Maßnahmen zur Radonsanierung sollten
immer unter Berücksichtigung anderer baulicher Belange wie beispielsweise Feuchteschutz oder
Wärmedämmung ergriffen werden.
Die radonhaltige Luft gelangt über die erdberührten Teile des Hauses aus dem umgebenden Boden bzw.
Gestein in das Gebäude. Risse im Fundament oder undichte Leitungsdurchführungen stellen die
Haupteintrittspfade dar. Innerhalb des Hauses breitet sich das Gas von der untersten Etage in die höher
gelegenen Gebäudeteile aus. Wie stark sich das Radon innerhalb des Hauses verteilt, hängt hierbei im
Wesentlichen vom Grad des Luftaustausches zwischen den Geschossen ab. In der Regel nehmen die
Konzentrationen wegen des Verdünnungseffektes zu den oberen Etagen hin ab.
Maßnahmen zur Radonsanierung haben daher als vorrangige Ziele die Verhinderung bzw. Reduzierung
- des Radoneintrittes ins Gebäude und
- der Radonausbreitung innerhalb des Gebäudes.
Die Vorgehensweise bei einer Radonsanierung gliedert sich in folgende Schritte:
- Analyse der Radonquellen und Lokalisierung der Eintritts- und Ausbreitungspfade der radonhaltigen Luft,
- Planung der geeigneten Sanierungsmaßnahme(n),
- Durchführung der Sanierungsmaßnahme(n),
- Kontrolle zur Überprüfung der Wirksamkeit der durchgeführten
Maßnahme(n) , - ggf. Planung und Durchführung weiterreichender Maßnahmen.
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