Radon im Wasser
In Deutschland existieren bislang keine systematischen Untersuchungen über die Höhe der
Radonaktivitätskonzentration in Wässern. Flächenhaft vorhandene Daten liegen lediglich für
Trinkwasser vor, Messungen in Grund- und Oberflächenwässern sind nur lokal und zumeist zu
wissenschaftlichen Zwecken durchgeführt worden. Erst nach Inkrafttreten der novellierten
Strahlenschutzverordnung im Jahr 2001 wurden vereinzelt Untersuchungen der Radonkonzentrationen
im Wasser von Wasserversorgungsunternehmen vorgenommen; Hintergrund ist hier die Abschätzung
der Strahlenbelastung der Beschäftigten.
Aufbauend auf den Untersuchungen des Institutes für Wasser-, Boden- und Lufthygiene des
ehemaligen Bundesgesundheitsamtes wurde vom Bundesamt für Strahlenschutz in den 1980er und
1990er Jahren versucht, einen möglichst vollständigen Überblick der Radonkonzentrationen im
Trinkwasser in Deutschland zu gewinnen. Zu diesem Zweck wurden - überwiegend bei privaten
Endverbrauchern - Wasserproben entnommen. Die Ergebnisse wurden statistisch ausgewertet
und auch als Karte dargestellt. Der Median der mehr als 2.000
Wassermessungen liegt bei 5,9 Bq/l. Ca. 10 %
aller Ergebnisse liegen über 50 Bq/l und weniger als 1 % der Werte übersteigen 500 Bq/l. Der
Maximalwert beträgt ca. 1.500 Bq/l. In der Abbildung sind zur besseren Übersichtlichkeit die
Konzentrationen über 20 Bq/l mit einer anderen Skalierung der y-Achse (Häufigkeit zwischen 0 und 3,5 %)
in einem helleren Blau aufgetragen.
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