Was sind natürliche (radioaktive) Zerfallsreihen?
Einige der seit der Erdentstehung existierenden natürlichen, sogenannten primordialen Radionuklide zerfallen
nicht unmittelbar zu einem stabilen, nicht-radioaktiven Atom, sondern durchlaufen natürliche Zerfallsreihen.
Hierbei entstehen zahlreiche, ihrerseits radioaktive Atome. In der Natur existieren drei natürliche
Zerfallsreihen, die von U-238, U-235 und Th-232. Bei jedem Alphazerfall gehen dem Atom je zwei Protonen und
Neutronen aus dem Kern verloren (siehe Zerfallsarten). Das Atom wechselt
also bei jedem Zerfall seine "Identität". Als Folge des Alphazerfalls hat das neuentstehende Atom eine um 2
erniedrigte Kernladungszahl und eine um 4 erniedrigte Massenzahl. Beim Betazerfall bleibt die Massenzahl gleich,
die Kernladungszahl erhöht bzw. erniedrigt sich aber um 1.
Uran-238 wandelt sich so zum Beispiel durch Alphazerfall in Thorium-234 um, dieses wiederum durch zwei
Betazerfälle über Protactinium-234 in Uran-234. Am Ende jeder Zerfallsreihe steht schließlich
ein stabiles, nicht radioaktives Isotop des Elements Blei: Pb-206 in der U-238-Reihe, Pb-207 in der U-235-Reihe
und Pb-208 in der Th-234-Reihe.
© www.radon-info.de
Nutzung der Texte und Abbildungen nur mit Quellenangabe
