Raumluft Messwerte
In den letzten Jahren haben wir ca. 2.000 Langzeitmessungen der Radonkonzentration in der Raumluft
in nahezu 1.700 Privathaushalten durchgeführt. Die untersuchten Gebäude sind zufällig über ganz
Deutschland verteilt. Alle Bauweisen und Baualter sind in diesem Datenkollektiv enthalten, so dass
die Resultate als repräsentativer Querschnitt der Radonverteilung in der Raumluft in Deutschland
angesehen werden können.
Die Messungen ergaben:
- In ca. 18 % aller Gebäude Messwerte zwischen 100 und 199 Bq/m³.
- In mehr als jedem dritten Haus eine Überschreitung des Zielwertes der Bundesregierung von 100 Bq/m³ im Jahresmittel zu beobachten war,
- in ca. 10 % aller Häuser Konzentrationen zwischen 200 und 399 Bq/m³,
- in ca. 5 % der Gebäude Werte zwischen 400 und 999 Bq/m³ und
- in ca. 2,5 % aller untersuchten Haushalte Ergebnisse über 1.000 Bq/m³.
Dies bedeutet, dass
- in nahezu jedem fünften Gebäude der EU-Richtwert von 200 Bq/m³ im Jahresmittel überschritten wurde und damit Sanierungsmaßnahmen angeraten sind,
- erhöhte Radonkonzentrationen (> 200 Bq/m³) nicht ausschließlich auf bestimmte Regionen wie das Erzgebirge oder den Bayerischen Wald konzentriert sind, sondern auch in Rheinland-Pfalz, in Nordrhein- Westfalen, in Baden-Württemberg oder im südlichen Bayern derartig hohe Raumluftwerte auftreten und
- Raumluftkonzentrationen über 1.000 Bq/m³ nicht nur in Einzelfällen zu beobachten sind.
Damit wird einmal mehr die bekannte, aber oftmals verschwiegene Tatsache bestätigt, dass hohe
Radonkonzentrationen in Gebäuden nicht an eng begrenzte geographische Regionen oder gar politische
Grenzen (z.B.: Kreis- oder Gemeindegebiete) „gebunden“ sind, sondern – in natürlich unterschiedlicher
Häufigkeit – überall auftreten können. Somit muss die Empfehlung von Seiten des Strahlenschutzes und
der Gesundheitsfürsorge an die Bevölkerung lauten:
Schützen Sie sich und Ihre Familie vor Radon!
Lassen Sie eine preiswerte Radonmessung in Ihrem Haus durchführen.
Die oben beschriebenen Beobachtungen decken sich auch mit den Resultaten von Forschungsvorhaben in
ausgesuchten Regionen in Deutschland. Bei Messungen in über 10.000 Gebäuden wurde in mehr als 2.000
Fällen eine Überschreitung des EU-Richtwertes von 200 Bq/m³ festgestellt.
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